Es ist soweit, es gibt Arbeit. Am Dienstag waren wir das erste Mal auf einem Weingut. Unsere Aufgabe war es, die überflüssigen Blätter am unteren Teil der Weinpflanzen mit der Hand abzutrennen. Das heißt, zur Weinpflanze gehen, sich bücken und dabei mit der Hand um den Stamm der Weinpflanze fassen und die Blätter von oben nach unten entfernen. Weiter geht's dann zur nächsten Pflanze und so weiter und so weiter. 6 Sekunden sollte man für eine Pflanze brauchen. Anfangs hab ich mich getreu der Bewegung zu Laurenzia, liebe Laurenzia mein vor jeder Pflanze hingehockt, aber das dauert viel zu lang. Bücken war besser. Die ersten Reihen ging das auch ganz gut, aber es wurde bald einigermaßen hart. Die Sonne schien bei sommerlichen 35 Grad und es brauchte nicht lange, da verschwand die erste französische Mitarbeiterin in den Büschen um ihren Sonnenstich auszubrechen. Wir, in diesem Fall die altbekannten Reisegefährten Fruzsi und Simon sowie die zwei Dresdner Wilma und Marcus, die mit uns in der gleichen Unterkunft wohnen, waren nach sechs Stunden vollkommen am Ende. Kopfschmerzen und Schwindel waren uns dann doch Grund genug die Arbeit erstmal zu beenden. Das Ergebnis: ungefähr 4 Euro die Stunde plus insgesamt 120 Kilometer Fahrt für den Hin- und Rückweg. Vor indischen Arbeitgebern sind wir von Anfang an gewarnt worden. Aber wir haben es mal ausprobiert. Heute sind wir nicht wieder hin. Der Weg ist eindeutig zu lang und die Bezahlung wirklich lächerlich. Dafür habe ich heute vom Unterkunftsbesitzer Andrew eine Aufgabe bekommen: das Hostel putzen. Das tat ich dann auch. Dafür bekomme ich einen Tag Unterkunft umsont. Für morgen gibt's dann wieder richtige Arbeit. Wird wohl wieder auf inem Weingut sein, aber das wissen wir nocht nicht sicher. Andrew hat uns den Job besorgt und meinte das sei in jedem Fall besser als die Arbeit am Dienstag. Morgen hat dann sicherlich auch der Muskelkater in Beinen und Rücken nachgelassen, der sich nach der Weingutarbeit gestern eingestellt hat. Mor is eben nüscht gewöhnt. Ich hab heute jedenfalls erstmal investiert und mir einen Strohhut gegen die Hitze gekauft und hoffe nun, das wir morgen mehr Glück haben. Bleiben Sie dran - wir berichten...
Das klingt ja äußerst verlockend. Da drängt sich mir doch die Frage auf: Habt ihr überhaupt das Benzingeld wieder reingeholt?
AntwortenLöschenBitte gib uns ein Bild von dir mit Strohhut.
Ich vote auch für Bild mit Hut! Und: ich habe seit gestern einen Laurenzia-Ohrwurm!!!
AntwortenLöschenAuf ein Bild mit Strohhut bin ich auch gespannt.
AntwortenLöschenMal sehen wie die nächste Arbeit aussieht.....
Bitte wird ausgeführt, Bild folgt bald :-)
AntwortenLöschenUnd Benzingeld wurde rausgearbeitet, ja. Saßen zu Fünft im Wagen, da hat sich's gelohnt.