Dicke, schwere Wolken hängen über der Südinsel und Sturzbäche trommeln auf das Dach unserer Unterkunft. Vielleicht war das auch der Grund, warum der malaysische Master uns gestern anrief und die frohe Botschaft verkündete, dass wir heute frei hätten. Umtriebig wie wir sind, haben wir uns dann gleich mit dem Herbergsbesitzer unterhalten und ihn wissen lassen, dass wir heute die eine oder andere Aufgabe am Hostel und im Garten übernehmen könnten, um dafür einen Tag kostenlos hier wohnen zu können. Saubermachen war die Antwort und für mich sollte es dann für den Nachmittag noch eine Aufgabe im Garten geben. Aber Pustekuchen – der Master rief uns am Vormittag an und bestellte uns Plantagen-Negerlein umgehend zum Weingut. Das geht hier ständig so. Hü und hott im Wechselschritt.
Als ich heute meine Sachen im Zimmer aufräumen wollte und einen Beutel mit Süßkram in die Hand nahm, sah ich, dass irgendwas Löcher in die Keksschachteln und Verpackungen der Müsliriegel gefressen hatte. Die kleinen Tiere, die wir alle so lieben, hausen also unter uns. In MEINEN Sachen. Eine Ratte hab ich hier schon immer mal draußen rumstrolchen sehen, aber für meinen Seelenfrieden rede ich mir erfolgreich ein, dass es „nur“ eine Maus ist, die da das Brot mit mir brechen und die Süßigkeiten teilen will. Andrew, der Hausherr, hat gleich eine Falle im Zimmer aufgestellt. Hier fängt man Mäuse nicht mit Speck sondern Erdnussbutter. Wenn das Ding mitten in der Nacht zuschnappt, muss ich mich wahrscheinlich spontan aus der oberen Etage des Doppelstockbettes übergeben. Wahrscheinlich hat sich Mäuseken Wackelohr oder die Ratte Erika sowieso bereits aus dem Zimmer verabschiedet. Dick und rund gefressen.
Der Plan, zwischen meinen beiden Besuchen nach Australien zu reisen, ist im Übrigen beschlossene Sache. Die Flüge und die Tour sind gebucht. Los geht’s am 11. Januar. Da fliege ich von Auckland nach Sydney und reise dann mit dem Bus an der Ostküste hoch bis Cairns. Auf dem Weg dorthin mache ich verschiedene Ausflüge. So werde ich zum Beispiel mit einer Yacht segeln und am wunderschönen Great Barrier Korallenriff schnorcheln. Von Cairns fliege ich ins Zentrum Australiens, ins Outback und toure von dort aus zum Ayers Rock und schließlich quer durch die Wüste bis in den Norden nach Darwin. Dort geht am 9. Februar mein Flug zurück nach Auckland, wo ich dann sechs Tage später den zweiten Besuch empfange. Ein guter Plan, wie ich finde. Das werden ereignisreiche Monate hier am anderen Ende der Welt. Der Gedanke daran macht die Arbeit auf dem Weingut gleich viel erträglicher.
Ob Erika nun wegen der ganzen Fresserei an Bauchschmerzen leidet und ob Wackelohrs Genick härter ist als der Schlag der Falle erfahren Sie beim nächsten Mal. Bleimse dran.
Das klingt nach einem sehr guten Plan, besonders der dritte Teil!!!
AntwortenLöschenPina
; )
Na das sieht ja einfach aus.....
AntwortenLöschenIst ja fast wie Urlaub mit den Strohhut.
Danke für die lustigen Bilder. Sehr fein!!!!!!
Freut mich sehr das du so einen guten Plan hast, aber mehr freut es mich das du ein Praktikumplatz hast.
Da biste endlich wieder da.....
Prima, du hast die Strohhutfotobitte schon erfüllt! Du siehst ein bisschen aus wie ein Cowboy beim Square Dance.
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