Dienstag, 11. Januar 2011

Aaaaaaaaaaaaaaaaaah!



So schön es gestern hier auch war, die Australienreise, so wie sie ursprünglich geplant war, stellte sich heute als Luftschloss heraus. Rien ne va plus. Nüscht geht mehr. Für Brisbane steht das Wasser bis zur Oberkante der Unterlippe. Die Dämme drohen überzulaufen und so wurde wohl heute in der Stadt der Strom abgestellt. Hostels werden leer geräumt und ein ganzes Land sieht auf eine Stadt. Von Sydney aus, das südlich von Brisbane liegt, werden in den nächsten Tagen keine Busse mehr nach Norden fahren. Zu viele Leuten stecken kurz vor Brisbane fest und somit bestünde die Gefahr, dass sich da eine Menschenmenge aufstaut, die schwer mit Unterkünften zu versorgen wäre. Alles anders also. Ich kann morgen nicht wie geplant Sydney verlassen und die Ostküste nordwärts entlangfahren. Ich habe heute prickelnde drei Stunden im Reisebüro verbracht, in denen die nette Mitarbeiterin alles probiert hat, meine Reise so umzuplanen, dass ich irgendwann wieder auf die geplante Route komme. Ein schwieriges Unterfangen. Ich muss eine Region auslassen, die besonders schön gewesen wäre. Also werde ich das Überschwemmungsgebiet überfliegen, bis ich an einem Punkt nördlich von Brisbane angekommen bin, wovon wieder Busse fahren, die mich nordwärts bringen. Dieser Ort heißt Airlie Beach und von dort kann ich dann am 20. Januar meine Reise hoffentlich so fortsetzen, wie ursprünglich geplant. Bei meinem Flug dorthin werde ich in Brisbane zwischenlanden. Also Daumen drücken, dass der Flughafen geöffnet bleibt. Bis dahin sitze ich wohl in Sydney fest. Sehr ärgerlich, zumal ja Unterkünfte, Fahrten und Ausflüge gebucht sind. Davon wird vom Veranstalter höchstwahrscheinlich das Wenigste zurückerstattet. Steht also die Frage bei meiner Reiseversicherung aus, ob sie das abdeckt. Große Hoffnungen mache ich mir allerdings nicht, da die sich eher aufs Krankwerden konzentriert. Die Dame im Reisebüro jedenfalls hat sich sehr bemüht und so darf ich morgen kostenlos an einem Tagesausflug in die Blue Mountains westlich von Sydney teilnehmen. Die Zeit in Sydney dürfte ich ohne große Probleme rumkriegen, die Stadt hat viel zu bieten. Aber ich wollte doch eigentlich so viel mehr sehen. Es bleibt spannend.

2 Kommentare:

  1. erstens kommt es anders und zweitens als man denkt...auch für mich heute das motto des tages :)

    sei auf das liebste gegrüßt kamerad!

    AntwortenLöschen
  2. Snowy Mountains und Melbourne sind gemäß unbstätigter Quellen auch nicht schlecht... sonst wirfst du dich einfach in lederklamotten und krokodilzahnkette und hüpfst bummerangwerfend durch das outback ;D

    AntwortenLöschen