Der Monsun hat sich heute eine Pause gegönnt. Der wolkenlose Himmel ließ die Sonne ungehindert durch und das war auch durchaus zu spüren. Ich bin am Strand entlanggegangen und habe regelmäßig im Schatten der Palmen Halt gemacht, um ein bisschen zu trocknen. Die Sicht auf die Whitsunday-Inselgruppe war wunderbar. Heute Vormittag dann der Anruf des Segelveranstalters. Das Boot, mit dem ich morgen eigentlich aufbrechen wollte, wird nicht rausfahren. Eigentlich passen da knapp 30 Leute drauf, es hatten sich aber nur acht gemeldet. Die Alternative ist durchaus akzeptabel. Ich kann nun auf einer anderen Yacht segeln, die nur halb so viele Touristen fasst und länger unterwegs ist. Die Mehrkosten von immerhin 150 Dollar trägt der Veranstalter. Aber nicht nur beim Segeln bleiben die Touristenscharen aus. Das Hotel, in dem ich schlafe ist nur sehr spärlich ausgelastet. Ich bin gerade alleine in einem Vierbett-Zimmer und auch auf der Anlage wuseln nur wenige Urlauber umher. Heute Nachmittag habe ich mir in einem Café bei dieser Affenhitze einen eisgekühlten Mango-Shake und einen Blaubeer-Muffin gegönnt. Auch dort war ich alleine im Schatten. Das Hochwasser macht der Tourismusbranche ganz offensichtlich zu schaffen. Besonders der Teil hier ist zwar nicht (mehr) betroffen, kann aber außer über den Luftweg nicht so einfach von Süden aus erreicht werden. Dabei ist aber gerade die Route entlang der Ostküste, so wie auch ich es vorhatte, ein Klassiker für Australienreisende. Und nicht nur für die. Die Lebensmittelversorgung scheint ebenso über den Süden Australiens an der Ostküste entlang zu laufen. Die Supermärkte bereiten ihre Kunden mit Zetteln im Eingangsbereich darauf vor, dass viele Produkte im Moment nicht mehr angeboten werden können, weil die Lieferungen aus Sydney und Brisbane ausbleiben. Dazu zählt offenbar rohes Fleisch, denn die dafür zuständige Theke war sehr blank. Ist aber auch nicht weiter tragisch. Etwas anderes als Obst, Wasser und Joghurt esse ich bei der Hitze sowieso nicht. Nagut. Schokolade, Donuts und Kekse noch. Ab und zu. Da sind die Regale auch noch voll. Entwarnung sozusagen.
...mmmh....Dünnschiss!
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