Mittwoch, 19. Januar 2011

Ich bin in den Tropen angekommen. Und es ist Monsun. Herzlichen Glückwunsch. Ein schönes Fleckchen hier, zweifellos. Türkisfarbene Meer, umsäumt von weißen Stränden und gesprenkelt mit allerlei Inseln. Das sind die Whitsundays. Allerdings ist es gerade ein bisschen feucht hier. Tropisch eben. Bei 35 bis 40 Grad und einer immensen Luftfeuchtigkeit schwimmt man so auf seiner eigenen Schweißspur dahin. Und die Viecher krabbeln hier auch aus allen Ecken. Als ich vorhin im Dunkeln draußen war (durch die Nähe zum Äquator geht die Sonne hier schon zwischen um sieben und um acht unter), flog eine große Fledermaus im Sturzflug an mir vorbei, Eidechsen hatten die Telefonzelle eingenommen und dicke große Käfer sind immer wieder mit mir kollidiert. Nicht zu vergessen die blindschleichengroße Schlange, die von dannen kroch, als ich näher kam. Klingt jetzt so, als sei ich mitten im Urwald. So ist es allerdings auch nicht. Airlie Beach ist ein kleiner Urlaubsort, der lediglich das Tor zu Tauchausflügen und Segelfahrten ist und somit nichts Nennenswertes zu bieten hat. Also hoffe ich für morgen auf trockenes Wetter, damit ich am Strand spazieren und in die nahe gelegene Lagune baden gehen kann. Klingt doch auch nett.
Untergebracht bin ich im Club Crocodile, einem Hotel, wo auch normale Menschen Urlaub machen. Ist ein bisschen wie bei Las Piranjas hier. Heute ist Perückennacht und all die verrückten Hühner haben heute mal etwas gewagt und tragen fremde Haare. Sie schlürfen ihre Cocktails, giggeln und warten sicherlich nur darauf, dass die Polonäse bald startet. Tröööööööööööt.

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