Das Wasserrafting war toll. Im Schlauchboot ging es den Kaituna River runter. Immer wieder drehten wir uns um Stromschnellen, fuhren Wasserfälle runter und sprangen ins Wasser. In den Ganzkörperanzügen, Helmen und Schwimmwesten kein Problem. Unterdes wucherte an den Uferseiten der Urwald. Ich wäre tatsächlich gerne gleich nochmal gefahren.
Ich reise weiterhin gemeinsam mit Fruszi und Simon und mittlerweile sind wir vom faulig riechenden Rotorua nach Whakatane gezogenen, denn von dort werden Tagestouren zur Vulkaninsel White Island angeboten. Der Vulkan ist einer der aktivsten in Neuseeland und die Tour wird einem von anderen Backpackern und Reiseführern gleichermaßen empfohlen. Also ging es heute Morgen auf zum Hafen zur Tour. Die Insel liegt um die vierzig Kilometer von der Küste entfernt. Ein ganzes Stück also. Dumm nur, dass der Wellengang abartig war. Müsli und Toast diskutierten angeregt in mir, ob sie gleich jetzt rauskommen sollen oder später. Sie entschieden sich - wie bei meinen beiden Gefährten auch für jetzt. Wunderbar. Kreidebleich hab ich dann irgendwann die Vulkaninsel betreten und es roch wieder mal nach Schwefel, nur diesmal besonders star. Und dass die Übelkeit auch noch nicht so ganz verflogen war, machte die Sache nicht einfacher. Glücklicherweise gab es Gasmasken und Bonbons, die den Gestank erträglicher machen sollten. Haben sie auch geschafft. Die Insel selber war absolut sehenswert und sehr beeindruckend. Schließlich sind wir auf einem aktiven Vulkan gewandert, wo es aus allen Öffnungen blubberte und dampfte. Seismologen überwachen die Insel ständig, um rechtzeitig warnen zu können, falls sich ein Ausbruch anbahnt. Wir hatten heute also Glück und konnten uns ungehindert umsehen.
Die Rückfahrt verlief besser. Ich habe verkrampft auf einen festen Punkt am Horizont gestarrt und konnte somit alles in mir behalten. Heißa! Wenn ich mal groß, werde ich trotzdem auf keinen Fall Seemann.
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