Mittwoch, 6. Oktober 2010

Dürfen Japaner furzen?

Die Wanderung in die Berge fällt heut leider aus, da schwere Wolken am Himmel hängen und ich davon ausgehe, dass die Pforten in dem Moment geöffnet werden würden, wo ich den Weg antrete. Und am Ende wäre es dann wahrscheinlich so, dass die Pinnacles, sowohl höchste Erhebung auf der Halbinsel als auch Ziel der Wanderung, in dichten Nebelschwaden liegen und man nichts sehen würde. Als ein andermal. Genug Zeit bleibt ja noch. Also geht es heute weiter, immer an der Küste von Coromandel entlang bis hoch nach Coromandel Town. Dort fährt eine kleine Schmalspurbahn. Im Reiseführer sieht das sehr vielversprechend aus. Ich werde es herausfinden. 
Heute Morgen hatte ich eine wunderbare Begegnung mit einem japanischen Ehepaar, die in der Küche der Unterkunft saßen und frühstückten. Als ich gerade am Kühlschrank stand, hörte ich ein kurzes, aber lautes Dröhnen aus der japanischen Ecke. Offenbar hatte der Herr aus Fernost tierisch einen fahren lassen. Quittiert wurde das von seiner Ehefrau mit einem anerkennenden "ooooh!". Ich wusste ja, dass es in asiatischen Ländern durchaus üblich ist zu schlürfen, spucken und den Naseninhalt geräuschvoll hochzuziehen. Aber dass es auch normal ist, sich in aller Öffentlichkeit den Darmwinden hinzugeben, war mir bis heute neu. Nun, mal lernt nie aus. Und beim nächsten Mal, werde ich dann Beifall klatschen, wenn ein Japaner pupert.
Auf bald!

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