Die angekündigte Wanderung durch den Tongariro National Park haben wir tatsächlich bei schönstem Frühlingswetter durchführen können. Da Schnee und Eis der Sonne dort noch trotzen und man allerorts Warnungen vor zu leichter Kleidung erhält, haben wir uns extra warm eingepackt. In meinem Fall: T-Shirt, Hemd, T-Shirt, Pullover, Pullover, Jacke. Ich konnte mich gerade so noch bewegen. Nur kurze Zeit nach Beginn der Expedition wurde mir klar: Die sechs Lagen sind ein wenig übertrieben. Und so entzwiebelte ich mich wieder. Die Sonne schien dermaßen stark vom wolkenlosen Himmel, dass man eher einen Sonnenbrand hätte fürchten müssen. Der Weg über die Gebirgszüge war eine Augenweide. Schneebedeckte Weiten, karge Felsen, die bisweilen rötlich leuchteten, Dämpfe aus dem Bergesinneren und Seen so blau wie äh… der Enzian, jawohl. Schön war’s. Wir haben uns Sandwiches gemacht und uns mit Obst, Süßigkeiten und viel Wasser eingedeckt. So konnten wir immer dann, wenn die Aussicht besonders schön war, wunderbar picknicken. Im Sommer gehen etwa 1000 Touristen täglich diesen Weg und es gleicht dann wohl mehr einem Schweinerennen, als einem idyllischen Lustwandeln entlang Neuseelands schönstem Wanderweg. Gestern waren es zwar nicht ganz so viele, aber trotzdem schoben sich die Touris, vornehmlich Deutsche und Asiaten, in großen Herden über die Piste. Diese Asiaten sind ja auch nicht besonders schneefest, nech. Sobald da mal ein kleiner verschneiter Hang kommt setzen die sich auf den Po und robben lieber den Weg runter als die Gefahr einzugehen auszurutschen. Und wenn man an ihnen vorbeigeht fangen sie immer an zu lachen und nicken ganz schnell hintereinander.
Auch wenn der Weg viel Spaß gemacht hat, liegt der Reiseführer sehr richtig damit, dass es keinesfalls ein locker leicht flockiger Spaziergang ist. Die Ansteigungen sind teilweise enorm für einen unerfahrenen Gelegenheitsmöchtegernwanderer wie mich. Und bei den teilweise mit Schnee bedeckten schmalen Wegen, neben denen es steil nach unten geht, wird einem manchmal auch anders. Etwa acht Stunden sind für die Strecke veranschlagt – wir haben neun gebraucht. Ein schöner Tag, der noch besser wurde, als wir in unsere Unterkunft zurückkamen und dort ein Whirlpool bereitstand, in dem wir uns vom langen Laufen erholen konnten.
Heute ging es dann wieder zur Westküste. New Plymouth heißt die heutige Haltestelle direkt am Meer, ein weiteres kleines Städtchen, das von seiner schönen Lage lebt. In der Nähe erhebt sich der gigantische Mount Egmont, ein einwandfrei geformter Vulkan, der ebenso wie die Berge, an denen wir gestern entlang geklettert sind, noch eine Mütze aus Schnee trägt. Egmont werden wir morgen einen Besuch abstatten, auch wenn wir nicht hochgehen. Die Wanderung von gestern steckt dann doch noch etwas in den Knochen. In jedem Fall bleiben wir der Westküste treu und arbeiten uns weiter nach Süden.
die bilder sind, das kann man unumwunden sagen, einfach nur geil. und die röschen- bzw. rosenflechte hat sich auch verdünnisiert, was!? ;-)
AntwortenLöschenheath
jaja, die erste phase der syphilis ist überstanden :-P
AntwortenLöschenich möchte bitte das schweinchen als souvenir. danke.
AntwortenLöschenob der weg auch im februar/märz begehbar ist?!
AntwortenLöschenPina ; )