Heute schreibe ich aus einem Doppelstockbett in einem alten Eisenbahnwagon. Wir übernachten in einem Hostel, bei dem man in alten Bahnwagen, die überall im Garten stehen, untergebracht ist. Klingt sehr nett. Wäre es auch tatsächglich, wenn sich hier nicht Spinnen und Kakerlaken Gute Nacht sagen würden. Aber ist ja auch nur für eine Nacht. Den Vormittag haben wir in Hamilton verbracht, wo wir uns eine große Gartenanlage angesehen haben. Dort gab es viele kleine Bereiche, in denen Gärten zu den unterschiedlichsten Themen angelegt waren. So gab es zum Beispiel einen japanischen, indischen und englischen Garten, einen Parfum- und einen Kräutergarten. Da in Neuseeland gerade Frühling ist, gab es in den Gärten ein Meer von Blumen und blühenden Bäumen. Den zweiten Teil des Tages verbrachten wir dann in Raglan an der Westküste, einem Ort, der bekannt fürs Surfen ist, da sich hier oft große Wellen zum Strand hin auftürmen. Außerdem lockt das Städtchen die neuseeländische Schickeria an, die hier hübsche Villen hinsetzt und Raglans Entwicklung zum Touristenmagneten vorantreibt. Zum Mittag gab’s heute Sushi, das wir direkt am Wasser genossen haben. Wunderbar. Danach ging’s bei schlumpfblauem Himmel zum Strand, wo wir uns einen großen Ast direkt vors Meer gelegt haben, um darauf sitzend einer Gruppe Surfanfängern bei ihren ersten Versuchen zusehen. Hinter ihnen schob sich die Sonne schon so langsam nach unten in Richtung Tasmanisches Meer. Ein schöner Tag.
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