Freitag, 1. Oktober 2010

Ich sitze gerade in der Bibliothek von Dargaville, einem kleinen Örtchen an der Westküste. Wie so viele Orte hier erinnert auch Dargaville an einen Western. Es gibt eine Hauptstraße, an der sich so ziemlich alle Gebäude entlang schlängeln. Sonst ist hier nichts. Übernachtet haben wir in einem noch kleineren Nest. Kaihu hieß es. Wir waren auf einer Farm untergebracht. Es war dreckig und kalt und ich bin froh, dass wir dort raus sind. Was lernen wir daraus: Allzu kleine Ort werden fast nie von Rucksacktouristen aufgesucht und dementsprechend verlassen und komisch ist es dort. Hatten wir vor ein paar Tagen schon mal. Aber das Wetter heute ist sehr sonnig und somit ist die Unterkunft von letzter Nacht schon so gut wie vergessen. Etwas Gutes hatte die Farm allerdings. Sie war direkt am Kauri-Wald, wo es auch Kiwis gibt. Wir konnten an einem Kiwi-Nachtspaziergang teilnehmen. Eine freundliche Frau, die man am besten als Naturbursche bezeichnet, hat uns mit Taschenlampen durch einen nächtlichen Park geführt. Wir sahen Possums, Kaninchen, Glühwürmchen, Aale und eine Art beißender Heuschrecken, aber keine Kiwis. Nur gerufen haben sie von weitem. Klingt sehr niedlich. Vielleicht klappts auf der nächsten Tour. Viele Tiere wurden übrigens von den Europäern  nach Neuseeland eingeschleppt. So zum beispiel das Possum (die an jedem Morgen in Scharen tot auf den Straßen liegen), die Katze und der Igel. Alle miteinander bedrohen den Kiwi auf ihre Weise und so wird ihnen hier systematisch der Garaus gemacht. Nun gut. 
Heute geht's weiter nach Süden. Immer schön an der Westküste entlang, wo es schöne Strände gibt. Schauen wir mal.

1 Kommentar:

  1. vielleicht ist es auch gut, dass ihr keine geseen habt, die sollen doch stinken wie verrückt..
    haun 'se rin ;)

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